Eine weitere Schule in der Gemeinde?

Bekommen wir bald zusätzlich zur neuen Grund- und Mittelschule eine Montessori-Grundschule? Wenn es nach Caroline Herrmann-Traulsen und ihrem Ehemann Mark Traulsen geht, könnte es schon im kommenden Schuljahr soweit sein. Sie möchten eine inklusive Montessori-Schule in Vaterstetten gründen. Ihr Vorhaben stellten sie nun dem Familienausschuss vor.

Die Hauptamtsleiterin begrüßt die beiden Vortragenden. Sie stellte klar, dass die Gemeinde nicht zuständig sei, da die Schule von einem privaten Träger gebaut werden möchte. Dennoch sei ein Dialog wichtig, um die Akzeptanz innerhalb der Gemeinde zu prüfen.

Laut des Ehepaars soll die Schule bereits im Schuljahr 2018/19 ihren Betrieb aufnehmen, wenn möglich sogar ein Jahr früher. Um eine Genehmigung für die Schule zu erhalten, benötigen sie als Ersatzschule ein pädagogisches Konzept mit einem innovativen Schwerpunkt. Dieses muss bis Februar bei der Regierung von Oberbayern eingereicht werden. Die Genehmigung selbst werde dann innerhalb der Sommerferien bekannt gegeben. Die Schule müsste also binnen weniger Tage startklar sein. Zusätzlich sind zur Anmeldung des Konzepts 17 Anmeldungen von Schülern nötig. Eine Abgrenzung gegenüber anderer Schulen ist wichtig. „Montessori reicht nicht“.

Edith Fuchs (CSU) lobte das Engagement. Sie lobte das Konzept als „Alternative für Kinder, die auf Regelschulen durchs Wasser fallen“. Ihrer Meinung nach „bräuchten wir diese Schule“ im Idealfall nicht. Ideell sei sie „voll dabei“. Schwerpunkt des Konzept ist nicht Montessori, sondern der Inklusionsauftrag. „Wir wollen eine Schule für alle Kinder werden“, so Herrmann-Traulsen.

Cordula Koch (SPD) merkte an, die Bewilligungszeit sei zu kurz, gerade im Hinblick auf die 17 benötigten Anmeldungen. Das Ehepaar rechnet aber fest mit Anmeldungen. Von der Gemeinde erwartet es sich Hilfe bei der Suche nach einem Grundstück. Sollte die Suche erfolgreich verlaufen, wolle es weitere Angebote nutzen.

Als private Schule müssen die Eltern Schulgeld zahlen. Dies hängt von der persönlichen Situation der Familie ab und liegt durchschnittlich bei 220 bis 350 Euro. Gerade, weil zwischen München und Ebersberg keine Montessori-Grundschule mit einem inklusiven Konzept bestehe, rechnet sich das Paar gute Chancen auf eine Genehmigung aus. In den ersten Jahren sei eine Vorfinanzierung nötig, da der Freistaat die Schule erst ab dem 3. Jahr bezuschusse. Auch eine Zusammenarbeit mit Sponsoren sei angedacht.

Ob die Schule, die nicht in Konkurrenz zu den Regelschulen in der Gemeinde stehen soll, gebaut werden kann, hängt vom Erfolg der Grundstücksuche ab.

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