Großes Interesse an Podiumsdiskussion

Am vergangenen Samstag stellten sich die fünf Bürgermeisterkandidaten den Fragen der Bürgerinnen und Bürger im Rahmen einer Podiumsdiskussion des Seniorenbeirats. Das Interesse war riesig.

Der Konzertsaal der Musikschule platzte aus allen Nähten: Schon einige Zeit vor Beginn der Diskussion gab es keinen Sitzplatz mehr. Junge Besucher wurden gebete, Platz für ältere Gäste zu machen, schließlich ging es um Seniorenthemen. Schnell reagierte das VHS-Team und eröffnete zahlreiche Streaming-Räume, in denen die Runde live auf eine Leinwand übertragen wurde, sodass schließlich alle einen Platz fanden. Das rege Interesse nutzte VHS-Geschäftsführer Helmut Ertel, um den nicht existenten Veranstaltungssaal der Gemeinde anzusprechen.

Ein voller Veranstaltungssaal. Mehrere Extraräume waren nötig, um dem Besucheransturm gerecht zu werden. Foto: Leon Öttl

Im Fokus der Veranstaltung, zu der vom Seniorenbeirat in Kooperation mit der Musikschule und der VHS eingeladen wurde, standen Seniorenthemen im Fokus. Moderiert wurde die knapp dreistündige Diskussion von Gerhard Wolf aus Zorneding.

Die fünf Kandidaten, Leonhard Spitzauer (CSU), Klaus Willenberg (FDP), Maria Wirnitzer (SPD), David Göhler (Grüne) und Roland Meier (FW) standen dem Publikum Rede und Antwort. Insgesamt war die Diskussion sehr ausgeglichen, ein klarer Gewinner war nicht erkennbar. Für alle Kandidaten gab es mal zustimmende Rufe und Applaus aus dem Publikum, mal waren es kritische Kommentare und Einwendungen.

Der Seniorenbeirat lies dem Publikum viel Raum für Fragen. Zunächst waren Seniorenthemen an der Reihe, doch schnell war klar, dass diese Themen eigentlich die breite Mehrheit betreffen: So ging es um bezahlbaren Wohnraum oder die Verkehrssituation in der Gemeinde.

Leonhard Spitzauer plädierte für Wohnraum aus gemeindeeigenem Bestand. Bei eine Nachverdichtung seien auch immer die Nachfolgelasten zu beachten, so der 34-jährige CSU-Kandidat. Der zusätzliche Verkehr sei der “Preis, den wir zahlen“

Der Liberale Willenberg sieht ein Führungsdefizit an oberster Stelle der Verwaltung. Man müsse auch mal neues wagen. Er sprach sich gegen Wohnraum, der von der Gemeinde selbst vermietet würde, aus. Stattdessen sollten Genossenschaften diese Aufgabe übernehmen. Außerdem sprach er Mehrgenerationenwohnen an.

Einen Seniorenbeauftragten forderte Maria Wirnitzer, der der Gartenstadtcharakter der Gemeinde wichtig ist. Sie wolle einen runden Tisch zu Seniorenthemen einrichten.

Auf ÖPNV setzt David Göhler, der selbstfahrende Busse für die Gemeinde anregte. Solche Busse gäbe es bereits in anderen Regionen Bayerns, etwa in Bad Birnbach. Mit einer Taktverdichtung könne das Angebot verbessert werden. Der Bürgermeister sei der „beste Brückenkopf“ zu den Senioren.

Eine weitere Anregung zur Verkehrsthematik, eine Einbahnstraßenregelung, brachte Roland Meier ein: Was in italienischen Städten funktioniere, könne auch in Vaterstetten funktionieren. Auch Meier unterstützt die Idee eines Seniorenbeauftragten.

Die gesamte Diskussion ist hier abrufbar:

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