Antisemitische Schmierereien an Packstation

Mitte Juli wurde eine Packstation im Gemeindegebiet beschmiert. Die Schmierereien deuten auf einen rechtsextremen Hintergrund hin.

Der Vorfall wurde der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) in Bayern von einem Passanten gemeldet. Zu sehen ist der Schriftzug „Juden Jena“. Es handelt sich hierbei laut der RIAS um eine Parole aus der rechten Fußballszene, die sich an den Verein FC Carl Zeiss Jena richte. Mit einer Markierung als ‚Juden‘ werde gerade auch im Fußballkontext versucht, das Gegenüber zu beleidigen und herabzuwürdigen.

Zudem wurde eine sexistische Beleidigung geschmiert, die sich mit einem Pfeil auf einen Davidstern bezieht. Außerdem wurde „NS“ für Nationalsozialismus/nationaler Sozialismus, das Wort „Deutschland“ in einer Art Runenschrift sowie die Parole „die Fahne hoch“, ein Bezug auf das nationalsozialistische Horst-Wessel-Lied, hinterlassen.

Die Parolen „Hasta la vista Antifacista“ sowie „Antifa jagen“, eingebettet in ein Fadenkreuz, richten sich gegen den politischen Gegner der unbekannten Täter.

Aufgrund der hinterlassenen Botschaften sei von einem extrem rechten politischen Hintergrund mit Bezug zur gewaltbereiten rechten Fußballszene auszugehen, so die Recherche- und Informationsstelle. In Berlin habe sich ein ähnlicher Vorfall bereits 2018 ereignet.

Ein Teil der Schmierereien Foto: RIAS Bayern

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