Die A94 wird zehnspurig

In der vergangenen Gemeinderatssitzung wurde den Politikern der – recht frühe – Planungsstand der Umbauten vom Autobahnkreuz München Ost, der A99 sowie der A94 berichtet. Klar ist: Die Verkehrsbelastung nimmt zu. Dementsprechend groß sollen die Baumaßnahmen ausfallen.

Die A99 wird achtspurig – soviel steht bereits fest. Die Bauarbeiten der Maßnahme, die sich nicht nur auf das Gebiet um die Gemeinde erstreckt, sind in einem Bauabschnitt bei Ismaning bereits im Gange. Das Vergabeverfahren der Planungsleistungen für den Abschnitt von Feldkirchen bis südlich der Anschlussstelle Haar soll ab Anfang des kommenden Jahres beginnen.

Das Kreuz München Ost ist laut Jochen Eid von der Autobahndirektion Südbayern an seinen Kapazitätsgrenten. Die bisherige Kleeblattform sei den Belastungen nicht mehr gewachsen. Im Zuge des Ausbaus der A99 soll auch das Kreuz erneuert werden. Sinnvoll sind laut Eid „Overflies“. Nach der aktuellen Planungsüberlegung, bei der es sich laut Autobahndirektion um einen Zwischenstand handelt, sollen die beiden westlichen Kleeblätter entfallen. Autofahrer vom Norden (A99) in den Osten (A94) sowie vom Osten (A94) in den Süden (A99) könnten also nach dem Umbau die zweispurigen Overflies nehmen, die eine Mehrstöckigkeit des Kreuzes zur Folge hätten – von mindestens zwei Stockwerken ist die Rede.

Planungsüberlegungen zum Ausbau der A 99 im Bereich Autobahnkreuz München-Ost – Stand: 09.11.2017
Es handelt sich um Planung und einen Zwischenstand.
© Autobahndirektion Südbayern; Luftbild: Bayerische Vermessungsverwaltung

Aus der Zweispurigkeit der Overflies resultiert, dass die A94 im Bereich des Kreuzes zehnspurig werden soll. Aktuell ist die Autobahn in diesem Bereich sechsspurig ausgebaut. Zudem müsse die Kreisstraße EBE4 verlegt werden (siehe türkise Markierung im Bild der Autobahndirektion).

Wann der Umbau kommt, ist noch nicht bekannt. Laut Jochen Eid gehe es „in den nächsten fünf Jahren […] sicher noch nicht los“.

Renate Will (FDP) bezeichnete die geplanten Maßnahmen als „gigantisches Projekt“. Eine Brücke, deren Änderung vom Gemeinderat unter den Gegenstimmen von Grünen, Freien Wählern sowie der FBU/AfD und Bürgermeister Georg Reitsberger, beschlossen wurde. Leonhard Spitzauer (CSU) betitelte die Brücke als „Ungetüm“.

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