Wochenmarkt soll erneuert werden

Der Wochenmarkt ist unattraktiv und wird wenig besucht. Aus diesem Grund nimmt sich nun eine Arbeitsgruppe der Sache an.

Wie Marion Stübinger, zuständig für den Markt, berichtet, seien leere Standplätze nicht nachbesetzbar, die Attraktivität des Marktes habe abgenommen. Es ergebe kein schönes Marktbild. Der Vorschlag, auf den Kirchenvorplatz umzuziehen stoße bei den Händlern auf Ablehnung, man befürchte hohe Umsatzeinbußen.

In einer ersten Maßnahme wird die Rettungsgasse verlagert, sodass der Markt schöner und kleiner wird. Außerdem plant man ein Marktfest im Juni.

Der Wirtschaftsreferent Geprg Kast bezeichnete den Markt als „sehr schwieriges Thema.“ Neben den fehlenden Parkplätzen sei die Attraktivität der Händler nicht mehr so, wie sie schonmal gewesen war. „Es gibt Schlüsselbranchen auf einem Markt, die einfach gut sein müssen.“ Dazu zählen ein Metzger, ein Käsestand sowie Obst und Gemüse. Die guten Händler seien aber schon gut ausgelastet. Kast forderte deshalb eine größere Attraktivität des Marktes: „Wir brauchen auch mehr Beteiligung der Händler“. Ziel der Erneuerung sei ein Stellenwert wie der Bauermarkt am Freitag.

Im Gegensatz zum Markt vor dem Rathaus wird dieser gut besucht. Kast schlug vor, den Markt zu bewerben und Aktionen mit den Händlern durchzuführen, etwa ein Schätz-Spiel: Wer das Gewicht eines Obstkorbes am besten errät, darf ihn behalten. Man müsse die Kunden aber nicht nur herlocken, sondern diese auch mit Qualität zu überzeugen.

Christl Mitterer (CSU) versuchte, die Ursache für die Probleme zu finden. Es habe sich die Struktur geändert, vor allem in der Elternschaft. Viele der überwiegend älteren Besucher hätten zudem Schwierigkeiten beim Transport der Ware. Die Busverbindung ist unattraktiv, ein Baldhamer müsse den Einkauf bis zum Friedhof schleppen, was für viele Personen schlichtweg zu anstrengend sei. „Ein Markt der Mittags aufhört ist nicht mehr zeitgemäß.“  Zudem kritisierte Mitterer den Wochentag, da der Markt am Reitsberger Hof nur einen Tag später stattfindet. Sie schlug deshalb vor, den Standort Baldham und den Tag Dienstag zu prüfen, betonte aber auch die Wichtigkeit des Marktes für die umliegenden Geschäfte in der Wendelsteinstraße.

Zustimmung gab es von Axel Weingärtner (Grüne). Auch er betonte, es sei wichtig, den Markt zu erhalten. Sollte die Qualität nicht stimmen, müsse man auch nach neuen Händlern umschauen. Auch die Zeit sei unpraktisch, da der Markt nur bis 13 Uhr stattfindet. Dem stimmte auch Cordula Koch (SPD) zu, mit einer Verlegung würde man neue Durchgangskundschaft herlocken.

Roland Meier (FW) hatte bereits selbst einen Stand auf dem Markt und plädierte für eine Verlegung auf den Mittwoch. Entgegen der Händler hält er den Kirchenvorplatz für einen guten Standort, das würde Parkplätze bringen. „Man kann sich über alles unterhalten“.

Für einen kompletten Neustart plädierte Christl Mitterer: „kostmetische Aktionen bringen gar nicht“. Georg Kast ergänzte, dass die Verlängerung der Uhrzeit am Ende des Tages zu einer Unattraktivität führen würden, da einige Händler am Nachmittag in Haar verkaufen.

Es wurde nun ein Arbeitskreis gebildert, der sich mit der Zukunft des Marktes befassen soll.

 

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