6 Monate Teilsperrung: Unterführung in Baldham wird saniert

Wie Karies nagen die Schäden an den Stützwänden der Bahn-Unterführung in Baldham. Diese ist längst überfällig – schon 2009 hat sich der Fachausschuss der Gemeinde mit Sanierungsmaßnahmen befasst. Mehrere Prüfungen ergaben einen dringenden Sanierungsbedarf, um weitere Schäden zu verhindern. Die Sanierung wurde nun beschlossen, mit der Folge einer halbseitigen Sperrung der Karl-Böhm-Straße für etwa 6 Monate.Betroffen von den Schäden ist vor allem die westliche Stützwand. In einer Präsentation des Sanierungskonzeptes präsentierte ein ortsansässiges Ingenieursbüro dem Straßen- und Verkehrsausschuss die Mängel an den Wänden. Darunter: Frostschäden, versprödete Fugenversiegelungen und eine durchschlagende Korrosion im oberen Bereich. Außerdem müsse ein Geländer erneuert werden, da das aktuelle nicht mehr den Sicherheitsstandards entspricht. Des weiteren stellt ein Chloridbefall im Spritzwasserbereich ein großes Problem dar. Dieses hat sich bereits irriversibel in Beton und Stahl gefressen. Die befallenen Stellen müssen unter Hochdruck entfernt und erneuert werden.

Sanierungsbedürftig ist vor allem die Westwand. Bild: Leon Öttl

Der Beton sei allerdings von guter Qualität. Die Statik ist nicht gefährdet. Planungs- und Ausführungsfehler beim Bau der Unterführung, wie sie Manfred Schmidt (FBU/AfD) vermutete, wies die Verwaltung zurück, zudem sei die Unterführung von Zorneding gebaut worden. Der Stand der Technik habe sich mittlerweile erheblich weiterentwickelt. Manfred Weber vom Bauamt betonte, jede ältere Autobahnbrücke in Deutschland weise solche Schäden auf.

Die Beschichtung hat einen „Graffiti-Schutz“. So können Schäden durch Graffitti besser beseitigt werden. Zunächst wird die etwa 190m lange Westwand saniert, da die Wand im Osten noch relativ neu ist und somit nur wenige Schäden aufweist. Dennoch riet der Ingenieur von einer zu langen Wartezeit ab. Die Schäden seien wie Karies. Mit der Zeit steigt der Sanierungsaufwand sowie die -kosten.

Finanziert wird die Sanierung durch bereits im Haushalt eingestellte Mittel. Die Kosten werden etwa 660.000€ betragen. Die Summe soll zudem teilweise durch Mittel gedeckt werden, die für die Sanierung des Meisenwegs vorgesehen waren.

Der Grund für die lange Sanierungsdauer ist, dass immer nur wenige Meter der Wand saniert werden können, da es ansonsten zu Problemen mit der Stabilität kommen kann. Während der Baumaßnahme muss die Karl-Böhm-Straße im Baubereich halbseitig gesperrt werden – ein Verkehrschaos ist wahrscheinlich. Die Baumaßnahme wird bald ausgeschrieben, losgehen soll es Mitte nächsten Jahres.

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